SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim
Tel.: +49(0)7931-545-0
Fax: +49(0)7931-545-131
www.schmerz.com
Mail: schmerz@schmerz.com

Erfahrung schon seit 1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

SEHNENERKRANKUNGEN
weiterer Suchbegriff:
schmerzhafte Sehnenerkrankungen

Eine schmerzhafte Se hnenerkrankung bezeichnet der Arzt auch als Tenalgie (Mehrz. Tenalgien) oder Tendodynie (Mehrz. Tendodynien).

Woraus besteht eine Sehne?

Eine Seh ne besteht aus gebündelten Bindegewebsfasern, d ie von einer Sehnenhaut (Peritendineum) umgeben sind. Seh nen werden werden nur in geringem Um fang von Nerven und Blutgefäßen versorg t, woraus eine Anfälligkeit für en tzündliche und auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse resul tiert.

Welche Aufgabe hat eine Sehne?

Die Seh ne ist ein Stützgewebe, das die Verankerung (Insertion) des Skelettmuskels an der K nochenhaut herstellt. Die Seh ne dient der Übertragung des Muskelzuges auf K nochen an den Muskelenden (als Ursprungs- bzw. Ansatzsehne). Sie besteht aus Sehnenzellen und -fasern.

Hauptsächlich drei Ursachen können zu Sehnenerkrankungen führen:

  1. entzündlich

  2. degenerativ

  3. traumatisch (= Folge von Verletzungen)

Die häu figste Ursache für Sehnenerkrankungen ist sicherlich eine Entzü ndung. Diese kann dann im weiteren Verlauf zu degen erativen Veränderungen der Seh ne führen, ev tl. auch mit Kal keinlagerungen. Auch die Veren gung von Seh nenscheiden kann zu Sehnenerkrankungen führen. Die Therapie besteht dabei in einer operativen Spaltung.

Sehnenerkrankungen können prinzipiell jede Seh ne des Kör pers betreffen. Da die Hau ptursache eine mechanische Über lastung ist (häufiger deshal b auch bei sportl ichen Betätigungen), treten (chronische) Sehnenerkrankungen bevorzugt in bestimmten Körperregionen auf, so hauptsächlich in folgenden Körperbereichen:

  1. Sch ienbein

  2. Fuß

  3. Schul ter

1) Sehnenerkrankungen in Form von EntzüFu ßndung der SFu ßehne des Musculus t ibialis anterior (= Mus kel an der Vorderseite des Schien beins):
Dabei bestehen Rötun gen, Schwellungen und Drucksch merzhaftigkeit an der Vorderseite des Un terschenkels. Zu einer Schmerz verstärkung kommt es bei Be wegungen im Fußgelenk.

Die Therapie besteht in Ruh igstellung des Unterschenkels und Fu ßes, in schweren Fäl len mit Gipsver band. Hilfreich sind auch Eis anwendungen und an tiphlogistische (= en tzündungshemmende) Schmerzmittel.
In hartnäckigen Fäl len kommt die therapeu tische Lokalanästhesie zum Einsatz und zwa r in Form von wiederhol ten Infiltrationen u m die Seh ne herum m it einem lang wirkenden örtlichen Betäu bungsmittel, zwischendurch auch mit Cort ison-Zusatz.

2) Die Achillessehne verbin det das Fersenbein m it der hinteren Unterschenkelmusku latur. Sie ist durchschnittlich 11- 12 cm lang und setz t am En tenschnabelfortsatz des Fersenbeines an. Wen n diese Seh nenerkrankung am Seh nenansatzpunkt an der Ferse lokal isier t ist, so lieg t eine Insertionstendopathie vor. Schmerzen können aber auch d iffus den ganzen Sehnenabschnitt bet reffen. Manchmal komm t es zu eine spin delartigen Sehnenauftreibung.
Als Ursache für diese Sehnenerkrankungen werden h
erdartige Nekrosen (= örtliche r Gewebstod) des Sehnengewebes an genommen. Bei Schmerzlokalisation n ahe am Fersenbein liegt im Sinne e iner Umgebungsreaktion meist zusätzl ich eine Per iostitis calcanei(= Knochenhautentzündung des Fersenbeins) vor. Schmerzen aufgrund einer Achillobursitis (= Schleimbeutelen tzündung zwischen Fersenbein und Achi llessehne) sind meist eine Unfal lfolge.
Die Beschwerden beg innen meist mit Anspannungs- und Deh nungsschmerzen um dann (un behandelt) in einen Dauerschmerz überzu gehen.
Patienten mit einer Achill essehnenerkrankung kom men meist erst zum Schmerztherapeu ten, wenn selbst ein chirurgischer Behand lungsversuch (z.B. Abtragung e iner Exostose (= Knochenauswuchs), Nekrosenen tfernung) keine Schmerzlinderung brach te.

M it der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung m it einem örtlichen Betäubungsm ittel) können diese Sehnenerkrankungen (gil t auch für andere Sch merzursachen in der Fersen gegend) oft erfolgreich behandel t werden. Die lokale I nfiltration mit einem Lokalanästhetikum ist allerdings relativ sch merzhaft und eignet sich deshal b kaum zur serienmäßigen, w iederholten Anwendung. Besser sin d bei wiederholte Blockaden des N. isch iadicus, in hartnäckigen Fällen opt imal kontinuierlich mit Katheter.

3) Schmerzhafte Sehnenerkrankungen im Schu lterbereich
Eine sog. verkalken de Sehnenentzündung (Tend initis calcarea) ist eine häufige U rsache für Schulterschmerzen. Ty p ischerweise zeigen sich au f den Rön tgenbildern der Schulter zw ischen Oberarm kopf und Acrom ion (= Schulterdach) Verkal kungen. Diese Verkalkungen l iegen nicht frei i m Gelenk, son dern in den Sehnen der sog. Rot atorenmanschette (= die aus den Oberarm drehmuskeln bestehende Muskel manschette des Schultergelenkes) (s iehe auch Rotatorenmanschettenruptu r). Betroffen sind hauptsächl ich die Muskeln Su pra- und Infraspinatus.
Star ke Schmerzen entstehen dann, wen n die Kal kherde in den na hel iegenden Schleimbeutel durch brechen und dieser dadurch en tzündlich reagier t (Bursi tis calcarea). Ursache der ver kalkenden Sehnenentzündung is t eine Minderdurchblutung der Ro tatorenmanschette.

Behandlung ein er schmerzhafter
Sehnenerkrankungen bzw. Sehn enentzündungen im Schulter bereich:
Anfänglich, in der aku ten Phase Ruh igstellung der Schulter (Armschl inge), später dann Krankengym nastik in Form von Pendelübungen, zunächs t passiv, dann auch a ktiv. Hilfreich sind auch Käl tepackungen.
Medikamentös werden nicht steroidale Antirheumatika verordne t.
Wenn diese Maßnah men nicht ausreichen, kom mt die therapeutische Lokal anästhesie zum Einsatz und zwa r in Form von wiederholten In filtrationen mit einem lan g wirkenden örtlichen Betäubungsm ittel, zwischen durch auch m it Cortison-Zusatz. Mit Cort ison wird man abe r eher zurückhaltend u mgehen, da dieses Mittel eine Seh nenruptur (= Sehnenriß) begünstigen kan n.
Leider gibt es i mmer wieder Fälle, bei den en trotz adäquater Behand lung Sehnenerkrankungen bz w. Sehnentzündungen nicht aus heilen.

Eine sehr hil freiche Methode ist in d iesen Fällen d ie kontinuierliche Blockade des Plexus brach ialis mit Katheter. Wi r bevorzugen im Hin blick auf ein mögl iches Behandlungsrisiko nicht den in terskalenären (= im unteren sei tlichen Halsbereich gelegen) Zu gang, sondern den a xillären in der sog. ret rograd hohen Variante.
Dabei wird e in dünner Kunststoffsch lauch (Katheter) nahe der Achselhöh le vorübergehend (z.B. 10 - 14 Tage lan g) in die Nervensch eide des Armnervengeflechts eingepf lanzt und innerhal b derselben noch we iter nach oben vor ges choben. Die Einpflanzung erfolg t durch eine handelsübliche Kanüle h indurch, es m uß also nicht "aufgeschnitten" we rden. In der Folge w ird über diesen Kathe ter mehrmals täg lich, jeweils n ach Abkl ingen der voran gegangenen Dos is, das örtliche Betäubungsm ittel völlig sch merzlos n ach gespritzt. Wäh rend dem Einspri tzen und noch kurze Zei t danach wird der Oberar m mit einer Man schette abgestaut, so daß die Be täubungsmittellösung innerhalb der Nerven sch eide nach oben getrieben w ird und so au ch im Schulterbereich und bei entsprechen der Betäubungsmittelmenge sog ar an der Ha lswirbelsäule schmerzlindernd wir ken kann.
Das Lokakanästhetikum (= ör tliche Betäubungsmittel) wird bei d ieser Behandlung so dosier t, dass die grobe Kra ft erhal ten bleib t (bei gleichzeiti ger Hemmung der Schmerz reizleitung), damit beg leitend krankengymnastische Übungsbehand lungen möglich bleiben.
Dass die sch merzlindernde Wirkung i.d. R. ü ber die eigentliche Behandl ungszeit hinaus anhäl t, ist u. a. darau f zu rückzuführen, d aß bei d ieser Blockadebehandlung auch d ie sog. vegetat iven Nerven bet roffen sind, wor aus eine sehr deu tliche Durchblutungssteigerung resultier t, die entzündlichen (Sehnenentzün dung !) o der degenerativen (= abnu tzungsbedingten) Prozessen nachhal tig entgegenwirkt.

Schließlich kann es au ch auch im Rahmen von en tzündlichen rheumatischen Erkrankungen (beson ders Reiter-Syndrom (= en tzündliche Systemerkrankung vorw iegend bei jüngeren Män nern), Spondylitis ankylosan s, Arthritis psoriatica) zu Sehnenerkrankungen kom men.

Wenn schmerz hafte Sehnenerkrankungen länger fristig bestehen, so ist davon aus zugehen, daß bereits e in Chronifizierungsgrad II ode r III (Main zer Stadieneinteilung) vorlieg t. In diesen Fällen is t eine rein somatische (= körper liche) Behandlung kaum meh r ausreichend, son dern es müssen zusä tzlich psychologisch /psycho therapeutische Interventionen erfolgen.

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, u.a.:

  • Reichhaltige Erfahrungen - in der Klinik werden seit 1987 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.

  • Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet „Spezielle Schmerztherapie".

Auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen Rehabilitationsbehandlungen an und Patienten mit privater Krankenkasse erhalten eine Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918. Die Klinik ist auch beihilfefähig. Teil weise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kos ten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zu vor (gilt auch für private Kassen o der Beihilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Frag en haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir in formieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.

Infos (z.B. Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0 * Fax: +49 (0) 7931 - 545-131

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Aktualisiert:>08.01.20010</>

Impressum